Zum Inhalt springen

KI in der Hochschullehre: Vom Verbot zur Vision

V.l.n.r. Prof. Dr. Sarah Rachut, Prof. Dr. Dirk Heckmann und Carolin Fuß; Bildquelle: Valentin Paster / berlin-eventfotograf.de

Am 16. Juni 2026 lud das Einstein Center Digital Future (ECDF) ins Robert-Koch-Forum in Berlin ein – rund 60 Vertreterinnen und Vertreter aus Hochschulleitung, Lehre, Verwaltung und Studierendenschaft folgten der Einladung, um gemeinsam über den Einsatz von KI in der Hochschullehre nachzudenken.

Prof. Dr. Dirk Heckmann; Bildquelle: Valentin Paster / berlin-eventfotograf.de

Nach der Begrüßung durch ECDF-Co-Sprecher Prof. Dr. Martin Gersch (ECDF/Freie Universität Berlin) und Prof. Dr. Susanne Michl (Prodekanin Studium und Lehre, Charité – Universitätsmedizin Berlin) eröffnete das AFFAIRE-Projektteam den inhaltlichen Teil: TUM CDPS-Direktor Prof. Dr. Dirk Heckmann, Prof. Dr. Sarah Rachut (TU Braunschweig) und Carolin Fuss (bidt) skizzierten den Weg „vom Verbot zur Vision“.

V.l.n.r. Prof. Dr. Dirk Heckmann, Carolin Fuß und Prof. Dr. Sarah Rachut; Bildquelle: Valentin Paster / berlin-eventfotograf.de

Im Mittelpunkt stand die Frage, unter welchen rechtlichen Bedingungen der Einsatz generativer KI in Hochschulprüfungen zulässig und verantwortungsvoll gestaltet werden kann. Das Projekt AFFAIRE untersucht die einschlägigen Anforderungen und entwickelt darauf aufbauend konkrete Reformvorschläge für Prüfungs- und Hochschulordnungen – mit dem Ziel, Rechtssicherheit und Transparenz für Lehrende wie Studierende zu schaffen und das Systemvertrauen zu stärken.

V.l.n.r. Prof. Dr. Dirk Heckmann, Carolin Fuß und Prof. Dr. Sarah Rachut; Bildquelle: Valentin Paster / berlin-eventfotograf.de

Es folgten Impulse von Mike Bernd (KI-Campus/Stifterverband) zu KI-Curricula an deutschen Hochschulen sowie von Prof. Dr. Timm Teubner (ECDF/TU Berlin) zu den sich wandelnden Kompetenzanforderungen im KI-Zeitalter.

Am Nachmittag vertiefte die Gruppe die Themen an drei Thementischen: zu innovativen Prüfungsformaten, zu konkreten Dos & Don’ts in Studien- und Prüfungsordnungen sowie zu künftig gefragten KI-Kompetenzen. Die Ergebnisse flossen in eine gemeinsame Auswertung ein und bildeten den Auftakt für weiterführende Gespräche beim abschließenden Netzwerken.

Die Veranstaltung hat einmal mehr gezeigt: KI-Ko-Kreation in Studium und Lehre ist keine Zukunftsfrage mehr. Sie braucht jetzt belastbare Antworten – rechtlich, didaktisch und kulturell.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden sich auf der Website des ECDF.