Am 24. November 2025 nahm CDPS-Direktor Prof. Dr. Dirk Heckmann im Rahmen des 4. Digital Justice Summits in Berlin an einer Debatte zum Thema „Deutschland, Deine Justiz-Daten – Zwischen Transparenz, Datenschutz und digitalem Potenzial“ teil. Gesprächspartner waren dabei Charlotte Guckenmus vom Deutschen Anwaltverein (DAV) sowie Dr. Sebastian Neudeck von der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main.
In dem Panel wurden zentrale Aspekte einer digitalen Justiz thematisiert. Kern der Debatte war der öffentliche Zugang zu Justizdaten. Hierbei wurde das Gefahrenpotenzial einer transparenten Justiz sowie verfassungsrechtliche Grundlagen und Pflichten einer solchen thematisiert. Professor Heckmann setzte sich insbesondere dafür ein, dass gerade eine transparente Justiz das Vertrauen in den Rechtsstaat stärkt. Nicht der Datenzugang stelle ein Risiko dar, sondern die Datenblindheit.
Des Weiteren wurde auf den häufig vorgebrachten Einwand eingegangen, der Datenschutz stelle ein Hindernis dar. Dem entgegnete Professor Heckmann mit den Möglichkeiten, die der Datenschutz biete. Datenschutz sei eine Gestaltungsaufgabe, kein Diktat zur Geheimhaltung. Abschließend positionierte er sich dafür, dass die digitale Justiz der Zukunft nicht weniger rechtsstaatlich, sondern sichtbar rechtsstaatlicher sei. Die Öffnung von Justizdaten sei dabei der Schlüssel eines zur Demokratie hingewandten Rechtsstaats.