Hochrangige Projektgruppe entwirft „European Public Sphere“ – Die digitale Souveränität Europas gestalten

Ein digitales Ökosystem, das europäischen Werten folgt, auf demokratische Kontrolle setzt und digitale Souveränität ermöglicht: Eine Projektgruppe mit maßgeblicher Beteiligung der Technischen Universität München (TUM) hat in einem Impulspapier der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) eine solche „European Public Sphere“ entworfen. Für deren Aufbau empfiehlt die Gruppe die Gründung einer genossenschaftlichen Allianz aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Diese soll alternative Technologiekomponenten für innovative digitale Produkte und Plattformen entwickeln, die auf Offenheit, Vielfalt und Partizipation gründen.

Das Impulspapier der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften geben Henning Kagermann (Vorsitzender des acatech Kuratoriums) und Ulrich Wilhelm (Intendant des Bayerischen Rundfunks und Mitglied des acatech Kuratoriums), heraus. „Wenn Europa jetzt kraftvoll handelt und eine ambitionierte Initiative startet, kann ein öffentlicher digitaler Raum entstehen, der faire Zugangs- und Nutzungsbedingungen bietet, den öffentlichen Diskurs stärkt und die identitätsstiftende Pluralität Europas sicherstellt“, sagt BR-Intendant Ulrich Wilhelm. Henning Kagermann ergänzt: „Wir wollen digitale Souveränität stärken – also die Selbstbestimmung Europas als Rechts- und Wertegemeinschaft und jedes einzelnen Nutzers. Wohlgemerkt, digitale Souveränität sichern wir durch Offenheit und Wahlfreiheit. Jeder kann sich am Aufbau des europäischen digitalen Raums beteiligen, der europäische Werte beachtet.“

Mitglieder der Projektgruppe sind:  

  • Markus Haas, CEO Telefónica Deutschland
  • Prof. Dr. Thomas F. Hofmann, Präsident der Technischen Universität München
  • Paul-Bernhard Kallen, CEO Hubert Burda Media
  • Johannes Meier, Beiratsvorsitzender Cliqz GmbH
  • PD Dr. Jan-Hendrik Passoth, Technische Universität München, Munich Center for Technology in Society

Viele weitere Impulsgeberinnen und -geber und Fachleute aus Wirtschaft und Wissenschaft haben das Projekt unterstützt, darunter von der TUM Prof. Dr. Klaus Diepold, Center for Digital Technology and Management, Prof. Dr. Jens Förderer, TUM School of Management, und Prof. Dr. Dirk Heckmann, TUM Center for Digital Public Services.

Das Papier der Projektgruppe ist ein Impuls an die Politik, die Initiative zur Gestaltung einer European Public Sphere noch unter der Ratspräsidentschaft von Deutschland aufzugreifen.